Dampfzug-Nostalgie mit dem Molli

…unser vierter Teil der Bädertour, und gleichzeitig der Höhepunkt!

Molli in Bad Doberan

Der Molli fährt durch die engen Strassen der Münsterstadt,  und man könnte vom Zug fast einkaufen – so nah fährt der Molli an den Geschäften von Bad Doberan vorbei.  Die Schmalspurbahn stammt aus Kaiser Wilhelms Zeiten, und fährt die 15,4 Kilometer lange Strecke nach Kühlungsborn seit diesem Jahr in einem neuen Gleisbett.

Villa in Bad Doberan

Vorbei an herrschaftlichen Häusern fährt der Molli anfangs beinahe Schritttempo, später wird er schneller durch die idyllische Küstenlandschaft in Richtung Heiligendamm.

Molliwagen

Hier tagte 2007 der G8-Gipfel. Damals wollten die Gipfelteilnehmer vereinbaren, die weltweiten CO2-Emissionen bis 2050 um 50 % zu senken….

Heiligendamm

Innenraum eines Wagens

Klimafreundlich ist das rauchende Dampfross zwar nicht, doch die Fahrt ist ein unvergessliches Erlebnis, welches ein Stück Eisenbahnromatik darstellt. Und diese muss selbstverständlich fotographisch dokumentiert werden…

Fotosession mit dem Molli

P.S. zum Abschluss unserer Tour mit Ulrich Sager von Rund um Touristik gönnten wir uns noch eine kleine Nascherei in der Bäckerei Röntgen in Kühlungsborn:

Pralinenmäuschen

Halt die Klappe

…im Münster von Bad Doberan! Nicht weil man in der Kirche wenig reden sollte, sondern weil man im Mittelalter sehr fromm (und leise?) war. Im Chorgestühl einer Kirche/Münsters usw. waren Klappsitze angebracht, welche geräuschlos heruntergeklappt werden sollten. Wer die Klappe fallen ließ, wurde mit den Worten getadelt: „Halt die Klappe!“

Chorgestühl  Münster Bad Doberan

Mehr zeige ich euch nicht, denn das Münster hat eine informative Homepage mit vielen Fotos und Erklärungen für Neugiere 🙂

Warnemünde mit Sonne

…oder Bädertour Teil 2: Unser Reiseführer hatte es uns bei der Abfahrt prophezeit, und tatsächlich…

Kahn im Alten Strom

…wir hatten Glück! In Warnemünde kam die Sonne hervor, und wir konnten den Spaziergang am Alten Strom genießen.

Herzen am Hafen Kahn Moby Dick

An der dortigen Drehbrücke hängen schon unzählige Herzen von verliebten Paaren…

Kapitänshäuser in der Alexandrinenstraße

Sehenswert sind die Kapitänshäuser in der Vörreeg (Vorderreihe) und in der Achterreeg (Hinterreihe). Allesamt liebevoll restauriert, versprühen sie den Charme aus der „guten alten Zeit“. In der schmaleren Alexandrinenstraße mit seinem markanten Kopfsteinpflaster gibt es weniger Veranden und Geschäfte als in der Vorderreihe am Alten Strom. Bei manchen Häusern kann man direkt in die Zimmer schauen.

Vorbau in der Alexandrinenstraße

In der Alexandrinenstraße gibt es auch ein Haus, wo Hans Bötticher, besser bekannt als Ringelnatz, früher einkehrte, um einen Whiskey zu trinken und die ersten Verse seines bekannten Gedichtbandes „Kuttel Daddeldu“ zu schreiben. Als Matrose lebte er eine Zeit lang in Warnemünde, nun hat ein Hotel mit seinem Namen dort eröffnet, und bietet exclusive Zimmer, sowie eine Galerie für Gäste an.

Ringelnatzhotel

Außerdem entdeckten wir viele kleine Gänge. Diese Quergässchen werden „Tüschen“ genannt, und strahlen noch urtümliche Fischerdorf-Atmosphäre aus.

Häuschen in der Achterreeg Möwe

Am Alten Strom, dem ehemaligen Mündungsarm der Warnow, befindet der Fischereihafen, der Fischmarkt, viele Restaurants, Cafés und Boutiquen. Hier spürt man das maritime Flair des Ostseebades Warnemünde. Der Trubel ist fazinierend, aber auch anstrengend; da sehnt man sich nach klösterlicher Ruhe. Diese fanden im dritten Teil unserer Tour…

Vörreeg - Am Alten Strom

Rostock im Regen

Unsere Bädertour ist nicht ins Wasser gefallen, obwohl es während der Hinfahrt wie aus Kübeln schüttete. Daher entschied sich unser Reiseführer Ulrich Sager zuerst eine kleine Stadtrundfahrt durch Rostock zu machen.

Deutsche Med

Von Rostock kannten wir bisher nur die Plattenbauten der Vororte und den Hafen, doch die Innenstadt noch nicht. Und diese hat überraschenderweise interessante Bauwerke zu bieten, z. B. die gläserne Welle der Deutschen Med vom deutsch-amerikanischen Architekten Helmut Jahn.

Lange Strasse

Lange Straße: Im Zuge des Wiederaufbaus der Innenstadt, vertrat die Staatsführung der DDR die Auffassung, der geplanten Rolle der Stadt als bedeutendstem Hafenort der Republik sollte durch eine prachtvolle, monumentale Magistrale als Symbol des neuen, sozialistischen Rostock Ausdruck gegeben werden. Am 30. Januar 1953 setzte Walter Ulbricht den Grundstein für diese neue Hauptstraße. Ursprünglich im stalinistischen Zuckerbäckerstil projektiert, entschloss man sich, in der Fassadengestaltung auf Zierelemente der norddeutschen Backsteingotik, wie Rosetten und Fialen zurückzugreifen, welche dem Stadtbild der Altstadt nicht geschadet hat, und heute in neuer Pracht erstrahlt. Seit 1979 steht die Lange Straße als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. (c) Wikipedia

Lange Strasse alter Speicher am Hafen

Am Warnowufer entlang fuhren wir über den IGA-Park nach Warnemünde – unserem ersten Ziel der Bädertour 🙂

Alter Strom

Meeresgetier

Der Tisch war reich gedeckt im Fischereihof Kamerun, wenn auch unter Glas…

Taschenkrebse

…deshalb haben wir diese Dekoration nicht gegessen, aber der Fischteller Kamerun war auch sehr lecker, und mundete meinem Gatten.

Fischteller

Ich probierte die Matjesvariationen mit dreierlei Soßen, Bratkartoffeln und Salat:

Matjesteller

Fazit: der Regenschauer hatte etwas Gutes, und wir werden bestimmt wiederkommen 😉

Gestern & heute

Schon als wir in Boltenhagen ankamen, strahlte die Sonne, bis uns ein kräftiger Regenschauer darauf hinwies, dass wir nun im Norden sind. Gestern war das Wetter viel besser als angekündigt:

Dieter am Strand

Da freut man sich, dass unser Hotel direkt am Strand liegt, und der Weg zum Wasser nicht weit ist…

Seeschlösschen

Heute war uns das Wasser viel nah, um nicht zu sagen „hautnah“, denn es schüttete wie aus Kübeln, obwohl es mittags nicht danach aussah.

Fischereihafen an der Weissen Wiek

Und so wurde unser Ausflug zur Weissen Wiek zuerst genutzt, um uns an einem Kakao mit Sahne aufzuwärmen, bevor wir im Fischereihof Kamerun vorzüglich speisten bis es wieder trockener wurde.

Dieter an der Weissen Wiek